Der große Brand


Am 30. August 1896 um ca. 2 Uhr nachts brach im Stadel des Gastwirtes Bernhard Hobelsberger Feuer aus. Die zur Hilfe herbeikommenden Feuerwehren Kreuzberg, Hinterschmiding, Freyung, Schönbrunn, Schönanger, Rosenau, St. Oswald, Grafenau, Mauth, Neuschönau, Neudorf, Kühbach und Liebersberg konnten das Feuer jedoch trotz größter Anstrengung nicht mehr auf seinen Entstehungsherd beschränken: Es griff auch auf das Wohnhaus der Familie Hobelsberger sowie die Anwesen der Gastwirte Schreiner und Krottenthaler über.
Die Löscharbeiten nahmen die ganze Nacht in Anspruch. Besonders hart betroffen war der Gastwirt Schreiner, da sein Anwesen bis auf den Grund niederbrannte. Bei den Häusern Hobelsberger und Krottenthaler konnte das Erdgeschoß gerettet werden.
Der Pfarrhof, welcher stark bedroht war, verdankte es nur seiner feuersicheren Bedachung, daß er dem verheerenden Brand nicht zum Opfer fiel. Verschont blieb auch das Vieh; die bereits eingebrachten Futtervorräte jedoch, Mobiliar und Hauseinrichtungsgegenstände verbrannten.


Zitat aus der "Freyunger Waldpost" vom 31. August: "Bei der vorgeschrittenen Jahreszeit sind die so hart Betroffenen doppelt zu bedauern und dürfte dieser Schlag noch nach Jahren zu verspüren sein. Leider stand die Bewohnerschaft Hohenaus der dortigen freiw. Feuerwehr äußerst kühl gegenüber, obwohl dieser einzige Fall zeigte, daß eine starke organisierte Feuerwehr großes zu leisten vermag."


Als Ursache für das Ausbrechen des Feuers wurde Brandstiftung vermutet.


Am 4. Sept. wird dann in der "Freyunger Waldpost" berichtet, daß die Gemeindeverwaltung Hohenau in anerkennenswerter Weise den helfenden Feuerwehren den öffentlichen Dank ausgesprochen hat.


Die FFW Hohenau hatte bei diesem Brand ihren bis dato größten Einsatz.